#27 Das WESENtliche im Unternehmertum – mit Katharina Schumacher
Shownotes
In dieser Folge zu Gast ist Katharina Schumacher, Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von ARINA. Mit ARINA begleitet sie Unternehmen rund um Menschen, Führung und Organisation. Dabei geht es längst nicht nur um klassische Personalvermittlung, sondern auch um Organisationsberatung, Coaching und die Frage, was ein Unternehmen wirklich braucht, damit Menschen, Rollen und Strukturen gut zusammenpassen.
Katharinas eigener Weg dorthin war allerdings alles andere als geradlinig. Sie ist mit Unternehmertum groß geworden und hat schon früh erlebt, was Verantwortung bedeutet – aber auch, wie schnell sich unternehmerische Realität verändern kann. Mit Anfang 20 wird sie mit der Insolvenz des Familienunternehmens konfrontiert. Es folgen die Gründung eigener Unternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder, mehrere Jahre im Konzern und schließlich der Schritt ins eigene Unternehmertum.
In dieser Folge von cash & cappuccino sprechen wir über ihren Weg, über familiäre Verantwortung, Krisen und Neuanfänge, Unternehmertum als Frau und darüber, wie prägend all diese Erfahrungen für ihren heutigen Blick auf Führung und Unternehmertum sind.
Eine Folge über Verantwortung, Entwicklung und den eigenen Weg im Unternehmertum.
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LinkedIn: Katharina Schumacher
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Credit Host: Berti Schötterl Produktion: Berti Schötterl, Estela Martinez Schnitt: Estela Martinez
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00:00:00: In dieser Folge zu Gast ist Katharina Schumacher von ARINA.
00:00:03: Katharina ist Unternehmerin und geschäftsführende Gesellschafterin der ARINA GmbH, dort beschäftigen sich vor allem damit wie Unternehmen die richtigen Menschen finden, wie Führung sich entwickelt und aber auch wie Strukturen geschaffen werden, die wirklich nachhaltig funktionieren.
00:00:15: Wir haben über Katharinas Weg gesprochen denn sie ist selber im Unternehmertum groß geworden hat aber sehr früh auch mitbekommen dass nicht immer alles nach Plan läuft Wie sie dann am Ende doch selbst Unternehmerin wurde, welche schwierigen Phasen sie da mitgenommen hat zwischendurch und was auch heute für Sie Führung und Unternehmertum bedeutet.
00:00:31: Darüber sprechen wir in dieser Folge.
00:00:32: viel Spaß beim Zuhören!
00:00:36: Herzlich willkommen bei Cash & Cappuccino der Unternehmer Podcast von Shuttle Capital.
00:00:40: Schön dass ihr dabei seid.
00:00:49: So Katharina schön das du heute da bist freue mich auf die Folge mit dir.
00:00:52: Vielen Dank dass ich heute da sein darf.
00:00:55: Du hast ja eine spannende Vita Und einiges erlebt.
00:00:58: Das werden wir uns natürlich anhören.
00:01:00: Erzähl uns deine Geschichte, fang gern so früh an wie du möchtest.
00:01:02: Was sind die ersten Erinnerungen?
00:01:04: Die du vor allem vielleicht auch an das unternehmerische Dasein hast.
00:01:08: Also ich bin in den Achtziger Jahrgang und bin ja in einfach Oberfranken aufgewachsen Und dann halt dort zur Schule gegangen und einfach sag mal mit dem Unternehmertum groß geworden Von der Mütterlichen wie von der Felderlichen Seite.
00:01:23: Das ist denke ich das Spannende.
00:01:25: Das heißt Ich Kenne es nicht anders dass man einfach gewisse Dinge tut oder bei gewissen Events mit dabei ist als Kind.
00:01:33: Und ja, ich denke da gehen wir später noch mal wahrscheinlich tiefer rein welche unternehmende Sinn sondern einfach klassisch meine Schule gemacht und war zwei Jahre im Internat in Oberbayern in der währenden Pubertät.
00:01:48: nicht so einfach wahrscheinlich?
00:01:49: Nein!
00:01:51: Aber es hat mich zu dem gemacht was ich heute bin und bin sehr dankbar dafür.
00:01:56: Also waren lehrreiche Jahre für mich auch einfach von der freundschaftlichen Seite her und einfach was, wie schreibt es Leben so.
00:02:04: Wie war's denn für dich in dem Unternehmerhaushalt aufzuwachsen?
00:02:08: Du hast dir keine Gedanken gemacht weil du es halt nicht anders kanntest.
00:02:11: Es war halt immer etwas los Es waren viele Menschen immer bei uns.
00:02:17: Meine Mutter hat damals war das noch so dass meine Mutter dann bekocht hat Und die anderen Unternehmer halt an den Tisch saßen Und du hast halt keine Ahnung, wer das ist oder was die da so machen.
00:02:29: Hast ja auch keine Gedanken drüber gemacht.
00:02:31: Ja also das ... So bist du halt dann reingewachsen?
00:02:35: Wie war's denn jetzt für dich als Kind dann auch die Eltern zu sehen, die natürlich, geh ich mal von aus wenig Zeit hatten weil sie viel auch unternehmerisch tätig waren... Die ganzen Probleme, die sie dann noch hatten jeden Tag vielleicht auch mit heimgebracht haben.
00:02:48: wie war es für dich dann das ganze so zu sehen?
00:02:51: Also es war ... Ich glaube die Rollen waren ziemlich klar geteilt.
00:02:55: Mein Vater hat das Unternehmen gemacht.
00:02:58: Und meine Mutter, die Kinder oder halt den Haushalt und die Kinder werden aber immer auch Kindermädchen?
00:03:04: Mhm.
00:03:04: Die bei uns dann mit zu Hause waren.
00:03:08: Das heißt wenn meine Eltern nicht da waren gab es einfach eine Bezugspersonen und die waren um so älter.
00:03:12: du wurdest natürlich wichtiger für dich.
00:03:16: Ja ... Meine Eltern waren viel unterwegs.
00:03:20: Auch auf Reisen alleine, manchmal ohne uns.
00:03:23: Das fand ich hart, das war hart!
00:03:27: Ja, aber du kandest es ja nicht anders und du konntest es auch noch nicht einordnen.
00:03:30: Ist das jetzt gut oder ist das schlecht?
00:03:33: Ich glaube, du blickst dann oder ich blicke jetzt da anders drauf seitdem ich vielleicht Mama bin.
00:03:38: Aber vorher hattest Du da waren halt deine Eltern, Deine Helden.
00:03:43: Ja klar.
00:03:45: Erzähl mal die Geschichte des Unternehmens deines Vaters.
00:03:48: also wie ging's bei dem los?
00:03:49: Wie ging's denn auch weiter?
00:03:50: Also nimm uns damals mit auf die Reise von
00:03:52: der väterlichen Linie her.
00:03:54: Also mein Großvater Hat, äh, neunzehn dreientreißig als Maurermeister begonnen.
00:04:00: Hat dann beim Wiederaufbau auch hier mitgeholfen.
00:04:02: Auch in Nürnberg im Tiefbau.
00:04:04: also kommt halt klassisch aus dem Bau und mein Großvater hat halt sein Unternehmen dann ans Weis seiner Söhne übergeben, meinen Onkel und meinen Vater.
00:04:15: Und nach einem Geschwister-Twist hat dann mein Vater damals übernommen.
00:04:20: Mein Onkel hat ihn Raum Würzburg weitergemacht was jetzt mein Cousin weiterführt.
00:04:26: Und genau, mein Vater hat einfach einen Vollsortiment an Bauunternehmen gehabt.
00:04:34: Man so zu Höchstzeiten an fünfhundertfünfzig Mitarbeiter also es war in der Region schon was.
00:04:39: Also das heißt dein Gesicht war... man kannte dich?
00:04:43: Vor allem auch den Nachnamen.
00:04:44: wahrscheinlich dann ja.
00:04:45: Ja genau deswegen heiße ich jetzt anders.
00:04:49: Genau ist so ein Augenzwinker.
00:04:53: und ja also man kannten uns halt.
00:04:57: Und im Hochbau, im Tiefbauer Projektentwicklung, Sand und Kieswerke.
00:05:02: Das heißt du bast am Baggersee und weißt halt wie ein Baggerseh entsteht
00:05:06: usw.,
00:05:06: also das ist so sag ich mal dieses Themenfeld von der väterlichen Linie sehr technisch männlich dominiert.
00:05:16: Von der mütterlichen Line.
00:05:19: meine Großmutter mütterlicherseits kommt aus dem ganz anderen Branchenbereich nämlich aus den Fischerei Gewerbe und dort im speziellen vom Fliegenfischen.
00:05:31: Das heißt, sie hat Federn international eingekauft und hat in Heimarbeit Arbeiterinnen gehabt die die Fliegen gebunden haben händisch mit Lupe weil es ja wirklich kleinteilig ist.
00:05:46: genau Und das hat meine Großmutter gemacht.
00:05:49: Ist auch sehr ungewöhnlich zu der Zeit auch als Frau Unternehmer bestätigt zu sein
00:05:53: absolut deswegen.
00:05:54: Meine Großmütter ist für mich wo ich sage Auch wohin die gereist ist zu der damaligen Zeit, es ist schon legendär.
00:06:00: Gibt's die Firma noch oder ist sie auch mittlerweile nicht mehr aktiv?
00:06:03: Der Fischereibereich hat sie dann eben verkauft.
00:06:07: Ich glaube kurz nachdem ich geboren bin, also um den Bereich vom Zeitraum her und die Produkte von Bavaria Fischerei Geräte heißt die Firma.
00:06:18: Hier ist die Firma gibt's alles noch das heißt die ganzen Sammler weil die Produkt Qualität einfach besonders war, also hat Rangonamen.
00:06:27: Das waren dann der Ritz, weißte von Ritz Kalten, kam dann zum Fischen zu uns in die Fränkische Schweiz weil einfach die Produkte so toll waren und meine Großmodelle einfach gut beraten konnte.
00:06:39: welche Fliegen, welche Köder nimmst du bei welchen Gewässern zur welcher Jahreszeit auf der ganzen Welt?
00:06:45: Wo hatte sie ihr noch auch her?
00:06:46: Also wie bekam es dazu?
00:06:49: Das weiß ich nicht!
00:06:49: Ich kann mich nur erinnern dass wenn ich bei ihr war mein Hauptspielzeug ein Atlas war.
00:06:57: So, das heißt ich durfte mich mit Gewässern, Flüssen, Ländern befassen was auch heute, was ich einfach mag.
00:07:04: Das heißt ich weiß halt wo das eine oder andere selten gehörte Land ist so ca.
00:07:11: Und wie sehr involviert war seine Mama dann noch zu der Zeit?
00:07:14: Als du dann auch geboren warst und dich auch erinnern kannst und deine Kindheit hatte sie noch in Bezug zur Firma oder war da eigentlich schon nicht mehr so da.
00:07:21: Nee, die Mama hat die Arbeiterinnen begleitet und hat viel in der Buchhaltung gemacht.
00:07:27: Hat die Lohntüten ausgefahren weil sie ja alle in Heimarbeit war.
00:07:32: Und dann ist halt meine Mama selber dann Mama geworden und ist dann halt in den anderen Unternehmerhaushalt gekommen.
00:07:38: Die Papa zuliebe natürlich auch sich um die Kinder zu kümmern und so das ist eine wichtige Aufgabe.
00:07:42: Ja und halt auch den Regionswechsel,
00:07:43: d.h.,
00:07:44: die eine Firma war nicht in der gleichen Region wie jetzt... genau!
00:07:49: Du hast schon angesprochen, so Hochzeit jetzt bei der Firma Deines Vaters waren fünfhundertfünfzig Mitarbeiter auch beschäftigt.
00:07:55: Wie war das so zu der Zeit?
00:07:57: Also wie ging es der Branche generell?
00:07:59: Wie war die wirtschaftliche Situation?
00:08:00: Kannst du dich daran noch erinnern?
00:08:03: Also ich kann mich erinneren dass in der Zeit wo ich dann im Internat war also ich war zwei Jahre da und eben im zweiten Jahr das war dann eben Anfang der neunziger Jahre gab's keine Ahnung die wieviel die Baukrise Weiß nicht, ob man das überhaupt noch zählt?
00:08:19: Ja.
00:08:20: Also da gab's eine Krise und es war dann auch der Grund, warum ich dann zurückgegangen bin oder zurückgeholt wurde einfach weils ein finanzieller Aspekt war.
00:08:29: Und ja... Dann, ähm... Sag mal, der große Crash war dann eben, in dem es zu Insolvenz kamen.
00:08:40: Mein Bruder und ich waren damals in dieser Bankengrunde mit dabei, haben das voll miterlebt.
00:08:44: War dir noch sehr jung also?
00:08:45: Ich war einundzwanzig.
00:08:48: Den Vollumfang hast du noch nicht gerafft gehabt, aber du hast schon kapiert.
00:08:52: okay jetzt ist es ernst.
00:08:54: und ja.
00:08:57: Was waren denn auch so aus deiner Sicht die Fehler, die gemacht wurden?
00:08:59: oder was ist in generell vielleicht das Problem an der Branche?
00:09:02: Ist es dieser große Kapitalbedarf?
00:09:04: oder was wird einem dann zu empfängen?
00:09:06: Es gibt ja viele Beispiele, auch gerade im jüngeren Vergangenheit nach Zinswänden ganz oft dass da mal ein bisschen bereinigt wurde.
00:09:12: war das damals auch.
00:09:14: Also ich glaube, es war das, sagen wir Hauptthema war dass die Hausbank einfach wegen Liquiditätsengpass.
00:09:20: Das heißt also die Baufortschritte oder was auch immer bei den Projektentwicklungen, wo's natürlich um viel höhere und größere Finanzbeträge geht, war dann einfach nicht mehr gedeckelt.
00:09:31: Und dann haben sie einfach in Haaren abgedreht und gesagt okay jetzt ist Schluss aus.
00:09:35: Ja aber es waren ja nicht... Die Firma meines Vaters war ja nicht die einzige damals in dem Moment sondern es waren hier in der Region hat er zwei, drei mit erwischt und ich denke Facettenreiche Ursachen.
00:09:50: ob du sagst Du hast dich im Osten verhoben oder du hattest eine Finanzlücke da.
00:09:57: Ich denke da werden mehrere Parameter reingespielt haben aber da glaube ich war ich zu jung um.
00:10:02: das sage ich mal nochmal voll
00:10:03: zum
00:10:04: Reisen
00:10:05: als Jugendliche bist du dann aus Internat.
00:10:07: würdest du sagen du wurdest eher aufs Internat geschickt?
00:10:10: Oder hatte es du da auch Lust hinzugehen?
00:10:11: Nee ich wurde geschickt.
00:10:13: Wie war das bei deinem Bruder?
00:10:14: Hat er auch
00:10:15: ... Nee, keinen an.
00:10:16: Also ich hab noch ein Bruder und eine Schwester.
00:10:19: Keiner von beiden war auf dem Internat.
00:10:21: Ich war die Jüngste und da hat's mich dann erwischt.
00:10:24: Habt ihr in der Familie schon früher darüber gesprochen, gerade wenn du jetzt als Jugendalter ansprichst und deine Geschwister schon älter waren, dann waren die ja vorher vielleicht mit den Themen betraut, dass es ums Thema nachvollgehen könnte.
00:10:34: Wurde dir ein Stück weit vorbereitet, hattest stattgefunden?
00:10:37: Gab's da Gespräche im Familienkreis?
00:10:39: Ich glaub man hatte schon so ne Idee.
00:10:42: Also mein Bruder hat tatsächlich Wirtschaftsingenieurwesen studiert, mit Bau.
00:10:47: Und meine Schwester ist erst in die Ausbildung gegangen ins Hotelfach und dann Betriebswirtschaft.
00:10:53: Bei mir war es auch so.
00:10:54: ich bin halt einfach als man ein klassisches Fundament und dann guckst du wo's hingeht.
00:11:00: Das heißt vielleicht hat man die Idee gehabt... Der eine macht die Technik, der andere macht das Kaufmännisches.
00:11:06: Aber wir waren eher so nicht ausgesprochen?
00:11:08: Oder man hat halt einfach...
00:11:10: Da war ... Schau her ich war einundzwanzig.
00:11:13: Ich war mitten in meinem Studium.
00:11:14: Mein Bruder war natürlich vier Jahre weiter und meine Schwester war dann raus.
00:11:18: also das heißt da gab's dann diese Gespräche nicht mehr.
00:11:24: War vielleicht auch schon der Überlebenskampf, der dann im Fokus stand.
00:11:27: Dann machten sich andere Gedanken als jetzt wie geht es weiter?
00:11:29: ja.
00:11:30: Genau!
00:11:30: Das war dann an der Tagesordnung.
00:11:32: halt dann Ja, wo es dann auch ums Private ging.
00:11:36: Wie würdest du dir jetzt so aber grundlegend mal auf deine Kindheit deinen Aufwachsen zurückblicken?
00:11:40: Würdest du sagen das war gut oder würde ich das eher als lehrreich abstempeln?
00:11:44: wie würdest Du auf die Zeit zurück blicken?
00:11:47: Lehrreich absolut prägend.
00:11:50: Es hat mich vorbereitet auf dass was einem selbst im Unternehmertum passieren kann Gewiss nicht die Norm.
00:12:01: Ich bin für jede Erfahrung, egal wie sag ich mal spürbar.
00:12:07: Du sie durchlebt hast.
00:12:09: dankbar weil dir die Facetten zeigt was das Leben halt so mit sich bringen kann.
00:12:16: Absolut!
00:12:16: Hast du eigentlich dann in der Zeit mit einundzwanzig Du hast vor eine Studie angesprochen auch schon gewusst wie es für dich persönlich weitergeht?
00:12:24: Also mein Fokus war früher eingeschult worden.
00:12:28: Das heißt, ich war mit achtzehn im Abitur fertig... Ich
00:12:30: auch!
00:12:30: Wir haben mehr gemeinsam.
00:12:32: Sehr gut, ja?
00:12:34: Genau das heißt sie waren mit achtzen.
00:12:35: fertig bin dann habe mich für die Schweiz entschieden dass sich dort studiere.
00:12:40: es heißt ich hab in der französischsprachigen schweiz studiert den freeboar weil die also es war eine klassische universität staatlich also nichts privates aber ich wollte schneller sein als die deutschen und Die Struktur damals, als ich in den Studierenden begonnen habe war in der Schweiz noch so auf Trimester.
00:13:03: Das heißt wir hatten wesentlich weniger Ferien wie hier in Deutschland und ich wollte halt einfach durchziehen.
00:13:09: Also das heißt mein Studium war jetzt nicht... ja Party war schon dabei aber es war jetzt Nicht schlecht wie bei anderen Und hab dann einfach Gas gegeben.
00:13:20: also das heißt Mein Fokus war schnell schnell zur Ende zu studieren.
00:13:25: Und mein Patenonkel hat dann auch gesagt, okay hier wenn du Hilfe brauchst die bekommst Du weil wir möchten dass Du das deine Ausbildung gut ist habe ich sagt nein dafür sorg ich selber.
00:13:34: Ich hab einfach dann gejobbt und in der Schweiz hast Du super super gutes Studentengeld oder für studentenjobs gutes Geld bekommen und habt es dann Gut machen können.
00:13:46: was hast Du sonst noch aus der aus der schweiz mitgenommen?
00:13:48: aus der Kultur
00:13:50: also war fließend im Französisch.
00:13:52: Also ich hab französisch-deutsch studiert, ich war da noch ein Jahr in Dichon, ein Jahr Frankreich und habe mir alles anrechnen lassen weil er meine Schnelligkeit auf den ersten Tableau war.
00:14:01: Das heißt ich war mit ... ... zwei tausend vier.
00:14:03: mit dreiundzwanzig war ich fertig mit dem Master und dem Schweizer Lizenzjahr.
00:14:07: das heißt wir waren der erste Jahrgang.
00:14:08: weißt du wo auf Masterstudien gang umgestellt wurde?
00:14:12: Na dem... Vorher war es einfach Schweizer Lizenzjahre wie das Diplom, das wurde dann abgeschafft und dann waren wir die Erste der erste Möglichkeit, dass du deinen Master machen konntest.
00:14:23: Also das heißt ich hab die Sprache mitgenommen und ich habe die Freunde sehr tollen Freundeskreis mitgenommen.
00:14:31: von der Kultur her vom ob es jetzt die Schweizer Küche ist, habe ich viel mitgenommen auch vom Behaviour, die haben Mühe mit meiner deutschen direkten Art Die möchten gerne einfach noch eine Schleife drum rum und ja...
00:14:46: Da achten wir Deutschen glaube ich oft öfter an als wir denken Ja
00:14:49: Genau, also das sind so markante Dinge oder wo wir halt im Freundeskreis immer schmunzeln.
00:14:54: Und ich sage ja okay die deutsche wieder.
00:14:57: Sind dann viele von denen noch in der Schweiz, die du da kennengelernt hast?
00:15:00: Das
00:15:00: sind Schweizer... Also meine Truppe sind Schweitzer ein paar wenige, paar wenigen Deutsche Luxemburger Österreicher Ja!
00:15:12: Das sind so.
00:15:12: mal ist meine Truppel
00:15:14: Sehr schön.
00:15:15: Du wurdest dann quasi zwischendurch, du hast vor einem Jahr zwei Tausend Eins angesprochen und es um die Bankenrunde ging.
00:15:20: Du wurdest quasi einmal zwischndurch aus deinem Studium rausgerissen in diese ja doch recht schwierige Situation, die euch als Familie dann betroffen hat.
00:15:28: Kannst du dich noch zurückinnern an die Zeit wie das für euch als Familien eben war?
00:15:32: also was denn so das Emotionale auch anging?
00:15:34: Wie ihr miteinander wart usw.
00:15:37: Ja...
00:15:38: Es ist ja auch ich schlag dann auch gleich die Brücke zu dem was du heute machst, dass ich da nochmal gut verstehen warum du vielleicht diese Dinge so gut in deinem heutigen Tun auch einordnen kannst.
00:15:49: Also das war hart, ja?
00:15:51: Das wars!
00:15:53: Ich bin häufig die Strecke gefahren manchmal fast wöchentlich es waren dann so siebenhundert Kilometer und weil's dann zwischen meinen Eltern halt auch angefangen hat.
00:16:04: also die sind mittlerweile getrennt damals noch nicht und das waren zu den Anfängen.
00:16:09: und dann hast du versucht die jeweilige Partei irgendwie zu begleiten, zu unterstützen wo ich in eine falsche Rolle gekommen bin, aber gut das ist ein anderes Thema.
00:16:19: So lernst du auch dieses Thema kennen?
00:16:21: Ja und dann war einfach der Fokus ok studier such den Job und Vollgas.
00:16:31: man schließt eigentlich mit dieser Geschichte so ein Stück weit ab weil natürlich war vielleicht auch dein Bruder der da wahrscheinlich dabei war ihr hättet ja beide irgendwie im Kopf vielleicht dann da das zu übernehmen weiterzumachen in irgendeiner Form bis dann eben diese größere knall kam.
00:16:45: hat sich das dann bei dir wirklich auch direkt so entwickelt, dass du umgedacht hast und für dich entschieden hast ich würde jetzt gerne mal eigenen Weg gehen um was anderes machen oder
00:16:53: lieber der Prozess?
00:16:54: Ja sorry.
00:16:55: Ich hätte nicht gewusst ob ich es machen würde, weil da war ich noch zu jung, sondern ich habe gedacht ich mache mir einfach eine Fundamentausbildung und holst ja die Basis und damit kannst Du in alle Richtungen gehen.
00:17:09: Wichtig war für mich aber anders als meine Eltern.
00:17:13: Ich wollte angestellt sein!
00:17:15: Das heißt nicht gleich ins Unternehmen.
00:17:16: Das war für mich klar und habe ich auch gemacht, weil ich wollte diese andere Perspektive unbedingt haben.
00:17:25: Nicht nur das was halt ein Unternehmer macht, nur in seinem Unternehmen zu sein.
00:17:30: Das heißt meine Ferienjobs in der Schule war ja nicht irgendwie bei Bosch oder irgendwie so sondern ich war in unserem Unternehmen und hab da dann die Post verteilt und halt was du als Kind... So machst und ich wollte diese andere Perspektive unbedingt haben.
00:17:45: Das war für mich extrem wichtig, da war ich extrem klar.
00:17:50: Und wie ging es denn für dich weiter?
00:17:51: Dann hast du ja noch ein paar Jahre gehabt, hast wahrscheinlich das dann ein Stück weit abschütteln können bis wieder in die Schweiz, hast deine Studium zu Ende gebracht.
00:17:58: Wie ging's dann für dich weiterhin?
00:18:00: Ich habe dann als ich fertig war, es war im Jahr zwei Tausend vier bin ich dann klassisch auf Job suche gegangen Weitest.
00:18:09: Ich war offen, ob Schweiz oder Deutschland.
00:18:12: Schweizer Sehns nur nicht so gerne dass du bleibst.
00:18:16: War auch eine Erfahrung ja und ich habe dann einfach in Deutschland was gefunden In amerikanischen Großkonzernen Kosmetikbranche in Mainz Für mich mein Traumjob damals Und bin als Praktikantin eingestiegen das heißt ich war voll ausgebildet.
00:18:34: Damals war aber die Zeit, wo es halt diese Chops oder Einsteiger-Chops nicht so gab.
00:18:39: Und dann bin ich über ein Praktikum eingestiegen und hab mich dann praktikum bisschen verlängert.
00:18:46: Dann bin ich raus, weil ich mich nicht ausnutzen lassen wollte... ...und dann war ich eben keine Ahnung zwei Wochen zu Hause.
00:18:53: Dann kam endlich der Anruf, möchtest du zurückkommen?
00:18:56: Es gibt eine Stelle!
00:18:57: Und da habe ich gesagt ja wohl das ist das was ich wollte und so war's dann auch.
00:19:01: Wie lange warst Du denn dort in Sommer?
00:19:03: ...
00:19:03: knapp fünf Jahre, bis ich dann in mein eigenes Unternehmen gegangen bin.
00:19:09: Was waren denn so deine Aufgaben und was waren die Dinge, die du da machen durftest?
00:19:12: Tag für Tag im Konzern?
00:19:14: In dem Konzert.
00:19:15: Also ich war erst mal im Handelsmarketing, also Trade-Marketing...
00:19:19: War die international tätig?
00:19:20: Ja ja weltweit.
00:19:21: Also weltweit größter Duftkonzern.
00:19:23: Und ich habe für die, du hattest Lizenzmarken eben wie Adidas Herzog Naurach genau.
00:19:29: Also das heißt dort für die Körperpflege Duschgeldeodorant usw.. Und ich war am Anfang in der dekorativen Kosmetik für Rimmel-London, wo Kate Moss so dieses Bild oder Idol war auf Key Visual.
00:19:46: Dort bin ich dann vom Handelsmarketing ins Produktmanagement gegangen und habe dort letztlich für den deutschen oder für den Dachmarkt für Deutschland Österreich Schweiz hast du die Produktlaunches vorbereitet.
00:19:58: das heißt es gibt einfach bestimmten Launchzyklus.
00:20:01: alle zwei Monate circa kommen neue Produkte in den Markt und das habe ich vorbereitet.
00:20:07: Eben sowohl für die Vertriebler, also für die Betriebsmannschaft als auch einfach für den Markt.
00:20:12: Das heißt du hast die Displays produzieren lassen für den deutschen Markt.
00:20:16: Du hast die Übersetzungen gemacht.
00:20:19: Du hattest dir Kampagnen überlegt, du hast geguckt welches Budget hast du?
00:20:23: Und hast es dann mit deinem Vorgesetzten abgestimmt?
00:20:29: Pro Marke warst du so zu dritt und dann hast Du halt an jeweiligen Bereich vorangebracht.
00:20:36: Ja, was waren dann vielleicht die Gründe warum Du da noch nicht mehr weitergemacht hast?
00:20:40: Was hat dazu geführt?
00:20:42: Ich wollte gerne ins globale Team also dort nochmal einen Step rein weil ich mein Traum wäre damals gewesen in die Produktentwicklung zu gehen und das geht nur im globalen Team.
00:20:57: Da gab es von den europäischen Ländern einen Entsende, halt in welchem Rhythmus wer entsendet wird und dann hast du Polen aus einfach die ganzen verschiedenen Länder.
00:21:07: Die Entsenden dürfen... Und eben Deutschland war halt kurz davor dran.
00:21:13: somit hätte ich drei vier Jahre warten müssen bis da mal wieder die Möglichkeit für jemanden aus einem deutschen Team gewesen wäre ins globale Team zu gehen.
00:21:23: das war der eine Grund.
00:21:25: Und dann gab es natürlich die andere, sagen wir den anderen Informationsstrang.
00:21:30: Mein jetziges Unternehmen war ja damals schon gegründet das heißt ich habe im Jahr zwei tausend zwei gekründet.
00:21:36: aus dieser Notsituation heraus wenn du so willst und Die damalige Steuerberaterin hat gefühlt jedes Jahr gesagt So wann kommst Du endlich?
00:21:48: Wann steigst Du ein?
00:21:52: Dies, wann machst du das?
00:21:53: Und ich hab gesagt hier lass mich in Ruhe.
00:21:55: Macht ihr euer Zeug, es war fremdgeschäftsgeführt.
00:21:58: Was waren denn zu Beginn auch das Geschäftsmodell von dieser neugegründeten Firma?
00:22:02: Das
00:22:02: Geschäfts-Modell?
00:22:03: wir haben zwei Firmen gegründet also mein Bruder und ich je fünfzigfünfzig.
00:22:08: eine war Immobilien Marklerei Beratung alles rund um die Immobilie Und das andere war Personal-Leasing, also es heißt Arbeitnehmerüberlassung in dem Bereich.
00:22:23: Die anderen Produkte kamen erst später aber das war der Anfang.
00:22:26: Das heißt wir haben überlegt was ist nicht zu Investitionsintensiv?
00:22:33: Was können wir gut?
00:22:35: Menschen können wir Gut und Der Name ist an der Eckbank entstanden leitet sich halt ab von meinem Vornamen.
00:22:43: Jetzt ist ja so Du bist ja dann immer noch während dem Studium irgendwie mit diesem Thema beschäftigt gewesen, auch mit der Gründung.
00:22:49: Wie kam es dazu dass ihr die Kraft den Mut hattet?
00:22:52: Auch zu der Zeit wo's ja gerade zuvor eben nicht ganz so gut lief.
00:22:56: Zu sagen wir gründen jetzt hier was ein Stück weit aus dem Schatten heraus von dem was ja schon da war bisschen andere Branche, bisschen andere Themen.
00:23:04: Ja wie kam das dazu?
00:23:06: Das war wie ich vorhin schon angesprochen hab bis dahin die falsche Rolle geraten.
00:23:12: letztlich haben wir einfach als Familie zusammengehalten.
00:23:17: Wir haben geguckt, was können wir tun um Vater, Mutter?
00:23:22: Die Ressourcen die da waren
00:23:24: irgendwie weiter zu helfen?
00:23:25: weil es war ja lebenslänglich nur Unternehmer.
00:23:28: Wie wo hätte mein Vater arbeiten sollen?
00:23:30: wie wäre das gegangen?
00:23:32: und so haben wir die Unternehmen gegründet.
00:23:35: als jetzt sag ich einfach wir waren da doppelt und haben den doppelten Boden gehalten Obwohl es nicht als Kinder unsere Aufgabe war, in die Rolle der Eltern zu gehen.
00:23:46: Ration mit Anfang zwanzig oder Mitte zwanzigt deinem Bruder?
00:23:49: Wie hat sich das diese Geschichte dann weiterentwickelt?
00:23:52: Diese beiden Firmen während du dann auch im Mainz, glaube ich hast davon erzählt, in Mainz gearbeitet hast.
00:23:58: Das sind ja auch sieben acht Jahre gewesen, die du quasi selber mit deinem Leben beschäftigt warst.
00:24:03: Wir haben sich die Unternehmungen in der Zeit entwickelt.
00:24:05: Ich habe immer meine Quartalsberichte bekommen und ich hab die Bilanz gesehen Hab mir, wenn ich ehrlich bin nicht großgedankt darüber gemacht.
00:24:14: Ich bin auch nicht tief da reingegangen und habe geguckt was die machen weil ich hatte keine Kapazitäten dafür gehabt mich um den Laden auch noch zu kümmern.
00:24:21: also dem fall war ich irgendwie gefühlt voll in der gesellschafter rolle oder vielleicht sogar stille gesellschaften.
00:24:28: Der auf dem papier steht aber nicht mit aktiv dran arbeitet weder an den Inhalten noch einen Einfach am alltag Und das hat sich dann halt erst gewandelt.
00:24:41: Wir sind dann auf jeden Fall vorhin kurz abgeschweift, wo es um das Thema ging.
00:24:45: Warum du dann eben aus Mainz wieder weggegangen bist?
00:24:48: Das erste war das globale Team und dann, das zweite waren wahrscheinlich diese beiden Gründungen die ihr mit geschwommen sind in der Zeit.
00:24:56: Also knupft gerne da wieder an!
00:24:59: Ja also ich gab dann einfach diesen Moment, wo eben dieses Steuerberaterin wirklich genervt hat und da hatte sie dann wirklich immens genervt.
00:25:11: Vielleicht solltest du irgendwie was sagen des Universums ungefähr, dass es eine Chance ist die ich gerade noch nicht gesehen habe.
00:25:22: Aber mein Werdegang einfach anders weiter zu flechten wie als wie ich angefangen habe.
00:25:27: Ja und dann hab' ich einfach ja gesagt.
00:25:29: und da habe ich gesagt okay ich komme und das war dann ähm Jahr zwei tausend acht ich hatte ein halbes Jahr Kündigungsfrist.
00:25:35: Dann im Sommer zwei acht meinen Chefs Bescheid gegeben und ich sagte ok ich gehe.
00:25:41: Also es war auch hart für mich, weil ich liebte das was ich getan habe und auch dort die Crew des Team.
00:25:49: So dann hab' ich einfach gesagt gut, dann steige ich jetzt mal ins Unternehmertum ein.
00:25:54: Was auch immer es bedeuten mag Davon hat ich keine Vorstellung.
00:26:00: oder ich hab jetzt keinen Masterplan mir vorgefertigt und gedacht okay jetzt wird es so und so laufen?
00:26:06: Nee, hab ich nicht gemacht!
00:26:07: Ich hab's halt einfach gemacht.
00:26:08: Und war das was du dann vorgefunden hast doch alles so wie du Wie du es dir erwartet hast, oder war es doch ein Stück anders?
00:26:15: Nee.
00:26:20: Es war nicht so wie ich's mir vorgestellt habe.
00:26:24: Ja... Das war dann der nächste hattebrocken weil es zunächst einfach dann desaströs war muss ich so sagen und musste erstmal verstehen okay wer sind die Mitarbeiter?
00:26:37: was tun sie?
00:26:38: was haben wir für Inhalte?
00:26:41: wie schauen die Zahlen aus?
00:26:43: Wie sind die zwei Firmen einfach weitergegangen?
00:26:46: Die waren super verflochten.
00:26:47: Das heißt, mein Bruder und ich haben die erst mal auseinander gefummelt, kannst wirklich so sagen.
00:26:55: Weil auf die jeweiligen Firmen andere Dinge geschrieben wurden
00:26:58: usw.,
00:26:59: also nicht optimal.
00:27:02: Und ja... Also das heißt Ordnen, Ordnung machen war der Hauptthema.
00:27:08: Ich musste reinkommen, ich musste verstehen was Sache war.
00:27:11: Aber meine ersten Monate werden eine Zweitniederlassung in einem anderen Standort als Nürnberg.
00:27:18: Und da war, ich glaube es war meine dritte Woche wo eben fristlose Kündigung samt Strafanzeige also einfach das volle Programm.
00:27:29: Das war so mein
00:27:30: Anfang.
00:27:31: Das war dann ein harter Einstieg ja?
00:27:34: Und das zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise war schick.
00:27:38: Ja
00:27:39: Wie habt ihr denn trotzdem die Kraft gefunden weiterzumachen?
00:27:42: Also was hat es dann ausgelöst in euch zu sagen, wir packen das an und drehen das ein Stück weit wieder in die richtige Richtung?
00:27:48: Also mein Bruder und ich waren da, also es war enormer Zusammenhalt.
00:27:54: Ich glaube ohne ihn weiß sie nicht wie ich das gemacht hätte.
00:27:58: Und klar, mein Vater hat mich ongebordet zu den ganzen Kunden usw.
00:28:03: Ah ja... also vorher habe ich die Kraft her gehabt.
00:28:11: Das ist echt eine gute Frage!
00:28:13: Es hat gemacht, also du ... Aufhören gab's irgendwie nicht.
00:28:18: Die Option jetzt wenn du draufschaust ja die Option hättest bestimmt gegeben aber die war irgendwie nicht im relevant set.
00:28:25: Du hast einfach gemacht weitergemacht.
00:28:27: Und wie waren dann die Jahre danach?
00:28:29: was habt ihr denn daraus entwickelt und daraus gemacht?
00:28:31: Mhm Ich hab dann also mein Bruder und ich haben die Firmen getrennt auch jeweils die fünfzig-fünfzig Getrennt.
00:28:37: das heißt er hat seine Firma auch heute noch ich habe meine firma auch heute nog.
00:28:43: Jeder hat seine Firma weiterentwickelt.
00:28:46: Mein Bruder hat den Immobilienbereich, der ist im Fachmarkt ... Fachmarkt?
00:28:51: Also von dem Immobilie-Asset-Klasse ist das einfach.
00:28:54: Fachmärkte ist sein Thema und ich bin im HR Bereich alles was wo es um den Menschen geht.
00:29:01: Klar hab' ich den Branchenfokus noch mit drinnen, einfach vom Bau her oder ich habe ein Fäwel auch für die Branche.
00:29:09: aber ich mach einfach sage mal die soften Themen rund um den um die Unternehmer selber, um denen ihre Psycho-Hygiene ... Ja.
00:29:19: Und wie ging's den Firmen weiter?
00:29:22: Das heißt ich hatte noch mal einen Einschnitt im Jahr two-tausenddreizehn da hab' ich, also ich hatte ja mit meinem Vater da gearbeitet und... Da gab es dann einfach eine Trennung und das war hart.
00:29:34: aber es musste so sein sodass es einfach irgendwie weiter geht und äh... Es war auch dann halt privat natürlich ein Einschnitt oder erst einmal eine Trennung, äh das oder einfach erst mal ne Sendepause zwischen äh Tochter und Vater.
00:29:52: Aber es war wichtig für mich was ein wichtiger Schritt so dass auch endlich diese richtige Tochterrolle Platz hatte und nicht nur Geschäftspartner.
00:30:02: also das ist auch so'n Thema.
00:30:05: ja und ich hab dann inhaltlich die Firma weiterentwickelt, aus dem Jahr zwei Tausend vierzehn habe ich dann meinen unseren Sohn geboren.
00:30:11: Was auch als Unternehmerin noch mal ein separates Thema ist, wie es Unternehmertum als Frau anders als für den Mann.
00:30:22: Und dann habe ich inhaltlich die Firma Stück für Stück weiterentwickelt einfach.
00:30:29: Das heißt, ich hab gewisse Produkte abgestoßen wo ich keinen Zugang mehr hatte und habe's wirklich Jahr für Jahr weiterentwickledt.
00:30:39: und ich glaube jetzt langsam bin ich dort wo ich sage ja Jetzt habe ich das Portfolio was wirklich mir entspricht, wo ich anderen Unternehmen Sinn stiften kann.
00:30:49: Wo ich einfach wirken kann, wo Ich im Wirkungsraum habe und nicht nur etwas von der Stange.
00:30:55: okay hier haste...ich mach das!
00:30:58: Hier hast du?
00:30:59: Nee so bin ich nicht sondern es ist ein bisschen mehr Geschichte dahinter weil der Mensch facettenreich ist.
00:31:06: Was macht ihr denn dann heute genau?
00:31:07: Erzähl uns mal was sind die Leistungen die er anbietet?
00:31:10: mit welchen Kunden habt ihr zu tun?
00:31:12: Das ist glaube ich Auch für die Zuhörer ganz spannend, weil ich hatte es ja vorhin schon kurz angeteasert.
00:31:17: Deine eigene Geschichte, deswegen war's auch schön, dass wir sie ein bisschen ausführlicher besprochen haben.
00:31:21: Befähigt dich glaube ich dann schon dazu, in bestimmten Themen mithelfen zu können.
00:31:27: Aber zähl gerne selber mehr darüber!
00:31:30: Dann fange ich mit deiner Frage an, für welche Kunden arbeiten wir?
00:31:34: Also ich arbeite vorwiegend für den Mittelstand.
00:31:37: Meist Inhaber geführt, Familien geführt... Mittelstand geht jetzt in meiner Denke, ist ja auch immer Auslegungssache.
00:31:48: Wo fängt Mittelstand an?
00:31:49: Wo hört er auf?
00:31:51: Wenn ich jetzt von meinen Projektentwicklungskunden an meine Projektentwirkungskunden denke dann sind es keine Ahnung kann's bei Fünfzehn-Achzehn Mitarbeiter losgehen aber die drehen dir halt einfach ordentlich was raus weil halt Immobilienentwicklungen einfach hochvoluminös ist.
00:32:06: Meine Kunden gehen aber auch bis.
00:32:08: Das sind dann schon fast Konzerne, aber die Einheiten für dich arbeite sehe ich trotzdem als mittelständische Einheiten.
00:32:14: Wenn der ganze Laden hat sechs, achttausend Leute... Aber die Einheit, für die ich dran bin, sind es vielleicht vierhundert oder fünfhundert Leute?
00:32:24: Also das heißt bei mir ist der Mittelstand wirklich in dieser Bandbreite je nachdem was sie wiederum für einen Geschäftsinhalt haben und wie die strukturiert sind.
00:32:36: Die haben die internationale Mütter und wir reden über die Tochter, die halt hier in Deutschland ist.
00:32:42: Also das heißt ich habe internationale Kunden aber arbeite dann immer für die deutsche Tochter.
00:32:48: Was sind so Dinge, die du mit denen löst?
00:32:50: Was sind Probleme, die sie haben, mit denen Sie auf dich zukommen?
00:32:53: Und wo helft ihr denn mit, die zu lösen?
00:32:55: Dann sage ich dir ein Beispiel vom letzten Freitag.
00:33:00: Donnerstag war auch gut!
00:33:01: Wir fangen an im Freitage.
00:33:04: Da ging es darum... Das war ein Vörterzukauf von einem großen Planungsbüro, die verschiedene Zugkäufe getätigt haben.
00:33:15: Und jetzt ging es darum wie können wir die vierte Einheit also die ersten drei kenne ich nicht weiß ich nicht.
00:33:21: mein Job war darin Wie können wir diese vierte einheit in unser bestehendes Gefläch integrieren?
00:33:28: In Hinblick auch auf Unternehmenskultur Auf andere Aufteilung beziehungsweise Integration oder dass wir anders die Organisationsstruktur denken mit den Assets, die wir neu eingekauft haben.
00:33:44: Ändern
00:33:44: sich vielleicht auch die Kulturansätze im übrigen Unternehmen?
00:33:47: Ganz genau!
00:33:49: Man übernimmt im besten Fall das was gut lief oder gut läuft und eignet sich das doch an.
00:33:53: ja...
00:33:54: Ja, oder durch deinen Zukauf hast du vielleicht eine Facette, die du noch nicht in deinem bisherigen Portfolio hattest und kannst sagen okay wow cool, dass könnte man doch als USB nehmen.
00:34:05: jetzt dann von dem Standort der zugekauft wurde.
00:34:08: Ja, was ist jetzt ein Beispiel klar?
00:34:10: Was sind noch andere Themen die du mitbegleitest?
00:34:13: Anderes
00:34:13: Thema ist zum Beispiel das war dann Donnerstag.
00:34:16: Also letzte Woche war eben Tag Tag Tag.
00:34:18: Donnerdag ging es zum Beispiel darum dass wird... Es ist eine Organisationsberatung wo wir vorher aber nicht wussten, dass es eine wird sondern der Kunde kam auf mich zu und hat gesagt ich brauche einen Kaufmännische Leitung.
00:34:30: Ich möchte also im Moment eine Doppelgeschäftsführerspitze.
00:34:34: Einer von diesen Geschäftsführern wird ausscheiden, es kommt ein zweiter Geschäftsführer dazu und er möchte eine weitere Führungsebene einziehen.
00:34:41: Und anfangen möchte er mit dem Kaufmännischen-Leiter.
00:34:44: so war der Auftrag.
00:34:45: Also ich denke nicht aber der Kunde denkt okay hier ich gehe jetzt zu Arina und gebe denen einen Personalvermittlungsmandat.
00:34:52: ja ne kann man machen ist aber dann was anderes draus geworden?
00:34:56: das heißt wir haben diesen Bedarf sauber geklärt.
00:35:00: Ich habe genau gewusst, was die brauchen.
00:35:02: Ich hab aber gefragt, wen haben wir denn im Unternehmen der für diese Aufgabe in Frage kommt?
00:35:07: Und tatsächlich gab es jemanden, der aus einem ganz anderen Bereich dafür in Frage kam, der jetzt die kaufmännische Leitung übernehmen wird.
00:35:16: und somit sag ich mal, wir nicht externer Markt gesucht haben.
00:35:21: Ich habe dann vielleicht gegen meinen Umsatz gearbeitet, aber so bin ich einfach... Ich schaue auf das Unternehmen oder den Sachverhalt einfach drauf und sage okay, was habe ich überhaupt da?
00:35:30: Weil es viel klüger ist.
00:35:32: Kennen wir das Unternehmen?
00:35:33: Wir können denen ihr Anforderungsprofil angreichern weil sie eine neue Aufgabe dazu bekommen.
00:35:38: Und ja, es gibt für die eine Weiterentwicklung im Unternehmen Das Beste was den Menschen passieren kann innerhalb ihrer Struktur ... eine Facette dazu zu bekommen, zu sagen okay wow toll.
00:35:51: Man glaubt an mich man vertraut mir ich kann mich in dem Unternehmen kann dort mein nächsten Karriere Schritt gehen?
00:35:56: Vielleicht kannst du mal auch für die Zuhörer ne kleine Einordnung geben wie denn der HR-Mark generell so fragmentiert ist was für Player es so gibt auf vielleicht ein Wettbewerber mal ansprechen und was eure Nische ist die ihr besetzt und die Dinge... ...die ihr besonders gut könnt vielleicht dann nochmal herauszustellen.
00:36:12: Also sag mal mein Portfolio ist bunt so wie ich einfach auch vielseitig bin.
00:36:17: Klar hast du die Klassiker dabei, oder man kennt uns über die Personalvermittlung.
00:36:22: Für mich ist es aber nur eine mögliche Antwort, sondern wie ich es dir gerade beschrieben habe durch so ne Organisationsentwicklung und dass du dir die Struktur anschaust und nur Umplatzierungen vornimmst.
00:36:33: Hast du schon deine Lösung?
00:36:36: Und das sind halt die Gedanken.
00:36:37: viele meiner Kunden haben dann diesen Gedanken nicht!
00:36:41: Aber ich schaue mir nicht die Personen an, sondern ich will dann die Vitas sehen.
00:36:46: Was haben sie gemacht vorher?
00:36:47: Das heißt, ich beschäftige mich mit den Menschen, die auf den jeweiligen Funktionen gerade sitzen und überlege mir okay könnten wir die da hin entwickeln.
00:36:56: Ich beschäftige sich mit dem Menschen und so tue ich es auch mit all meinen anderen Führungskräften, die zum Coaching kommen oder Unternehmer, die einfach begleitet werden wollen weil sie vielleicht auch neu in ihrer Rolle sind, weil sie ein Thema haben mit einer anderen Führungskraft.
00:37:15: Das heißt wir beschäftigen uns grundsätzlich immer mit den Menschen.
00:37:19: Wo stehen die gerade?
00:37:20: Was brauchen die grade?
00:37:22: Wie können wir das handeln?
00:37:24: Ist es üblich in der Branche?
00:37:25: Ich würde sagen ist eigentlich schon ein Anstehungsmerkmal von euch, weil das andere anders machen.
00:37:30: Das Feedback was ich bekommen habe auch von meinen Marktbegleitern also die sehen mich glaube nicht als Wettbewerber oder so.
00:37:37: Also ich rede vom Marktbeleidern Weil ich da unique bin und die würden halt immer platzieren wollen, interessiert mich aber manchmal nicht.
00:37:45: Das ist nicht die
00:37:46: beste Lösung vielleicht?
00:37:47: Weil es viel spannender ist dich erstmal zu gucken was habe ich denn hier überhaupt?
00:37:51: Und gibt's dort ein Sternchen Was wir weiterentwickeln können was eigentlich darauf wartet diese Einladung zu hören zu sagen hier magst du bei uns den nächsten Schritt gehen.
00:38:01: Wie
00:38:01: denkst Du jetzt einerseits für Dich persönlich und für dein Unternehmen Aber auch Für Die Branche wie entwickelt sich dieser Markt weiter?
00:38:07: Also was siehst du so in den nächsten Jahren als Challenging für dich, für euch an?
00:38:12: Also jetzt wenn du so einen klassischen Personalberater nimmst oder Personalvermittler, der jetzt einfach nur zack Personalvermittelungsbude.
00:38:22: Glaube ich das auch auf den Move, den ich dann mit meiner Firma so gegangen bin wichtig war weil ich glaube dass die Zukunft moderner agiler wird.
00:38:32: also es heißt dass du deine Räume hast mit deinem Team halt so wie du's halt früher gemacht hast.
00:38:37: Ich glaube, die Zeiten sind vorbei.
00:38:39: Sondern viel agiler und so habe auch ich jetzt mein Unternehmen aufgebaut.
00:38:43: Das heißt, ich habe nur noch externe Partner mit denen für jedes Projekt an das Kooperiere wenn ich es brauche.
00:38:51: Nur beim Bedarf.
00:38:53: Und natürlich mit dort haben wir vorher auch die externen gehabt.
00:38:56: aber einfach wirklich... ...ich ziehe hinzu wenn ich brauche und so kommt halt das eine oder andere Kooperationsprojekt was ich mit meiner Kollegin habe den Führungskraftraum.
00:39:07: Das ist so ein Projekt, zu was entsteht halt dann.
00:39:10: Und denkt da geht die Zukunft hin?
00:39:12: Also weg von dem Produkt bezogenen vielleicht auch, wo es jetzt im Personal zusammenlang natürlich vielleicht Fehl am Platz ist das Wort aber weg von dieser reinen Vermittlung und Besetzung von Stellen mehr hinzu Problemlösungen also wie können wir ein Thema was ihr gerade habt sei es eine Führungsebene einzuziehen oder andere Dinge Wie können wir euch da bestmöglich unterstützen?
00:39:31: Ja!
00:39:32: Die Personalvermittlung kommt zum Tragen wenn du's wirklich brauchst.
00:39:35: Manchmal gehts nicht anders.
00:39:37: Also wenn du auch eine Nachfolgeregelung hast, das wirst du auch erleben in deinem Bereich.
00:39:43: Wenn es halt kein Nachfolger gibt und keiner da ist in der nächsten Führungsebene, der das Potenzial hat ja gut klar dann musst du suchen oder darfste auf den Findeprozess gehen.
00:39:53: aber das ist jetzt nicht mein erster Blick sondern wir schauen erstmal was man machen können
00:39:58: Und jetzt mal zurückblicken gefragt auch eben deine Wieter betrachtend.
00:40:01: Was hat dir würdest du sagen von den ganzen Erfahrungen die du sammeln durftest am meisten geholfen?
00:40:07: Jetzt auch heute unternehmerisch tätig zu sein.
00:40:09: Gab's da irgendwie ein paar Dinge, die du herausstellen wolltest Erfahrungen?
00:40:13: Die auf deinem Weg dir passiert sind.
00:40:17: Also was mir enorm geholfen hat war meine erste Ausbildung im Systemischen Coaching.
00:40:24: Das war glaube ich ein großer Meilenstein dass Ich überhaupt verstanden habe wie diese Konstrukte Diese Systeme aufeinander wirken Auch in Familienunternehmen weil Du hast halt das Familiensystem Du hast das Unternehmenssystem und es wirkt ja aufeinander.
00:40:40: Und das habe ich vorher, glaube ich nicht in diesem Maß überrissen als ich's da gelernt
00:40:47: habe.
00:40:47: Weil du natürlich selber drin warst und dich von außen draufschauen konntest?
00:40:50: Genau!
00:40:50: Das ist ja natürlich eine ganz andere Perspektive.
00:40:52: Also es heißt diesen Perspektivwechsel den ich mir selbst organisiert hab wo ich halt meine erste Ausbildung gemacht habe... ...das war im Jahr die letzten Jahre.
00:40:58: Letztes Jahr habe ich jetzt mein systemisches Supervisor abgeschlossen.
00:41:01: Das war mein Wunsch dann noch eins darauf zu satteln weil Jetzt kannst du es mittlerweile studieren, damals halt nicht.
00:41:08: Also habe ich mir die Weiterbildung über zwei Jahre noch mal drauf gesattelt um diesen wirklichen Tutti-Complety Blick zu bekommen.
00:41:18: Das war absoluter Meilenstein.
00:41:21: Ich denke damit meine eigene Weiterentwicklung glaube auch mein Mutter werden und der Mutter sein War auch ein Baustein.
00:41:30: Ich denke so kann ich deine Frage beantworten.
00:41:34: Du hast es vor noch kurz erwähnt, natürlich auch spannend mit der Geschichte deiner Mutter und
00:41:38: v.a.,
00:41:38: der Großmutter als Unternehmerin schon ganz früh, dass sie da aktiv war.
00:41:42: Aber du hast es vorher noch kurz gesagt, das mit Kind ist als Frau dann doch schon mal anders ist.
00:41:46: Auch unternehmerisch tätig zu sein.
00:41:48: Geh gerne mal genauer drauf ein.
00:41:49: Was sind denn die Schwierigkeiten?
00:41:51: Und was waren so deine Herausforderungen in der Zeit?
00:41:55: Also ich hab mir ... Als wir halt den Kinderwunsch hatten oder einfach halt, dass ich in Erwartung war, habe ich dann erst einmal den Personalvermittlungsjob für mich selbst getan und habe eine Tagesmutter mir gesucht, die für mein Kind und die Kinder meiner Mitarbeiter einfach nur im Firmenuniversum da ist.
00:42:20: Und es ist mir auch gelungen.
00:42:22: ich hab absichtlich also das Profil heißt was ich ausgeschrieben hab Familienpflegerin.
00:42:27: und dieses Profil Familienpflegerin gibt's heute nicht mehr weil es danach wurde Hauswirtschaft darin draus und erzieher So ist dir die Geburtstunde des Erzieher-Chops.
00:42:39: Und ich wollte eben eine Familienpflegerin, weil ich ein bestimmter Altersgruppe haben wollte.
00:42:44: Eben mit selber Erfahrung und es war unser erstes Kind.
00:42:48: Erstes und einziges Kind.
00:42:50: Genau!
00:42:50: Die habe ich dann gefunden... ...und sie hat mich sechs und halb Jahre begleitet.
00:42:55: Das heißt, sie ist mit mir gereist.
00:42:58: Kind, Tagesmama und ich zum Kunden davor gestillt, Kundengespräch gemacht.
00:43:04: Sie war irgendwo in der Lobby oder war irgendwo im Empfangsbereich und so waren meine ersten Jahre Und ich hatte einen Stillzimmer im Büro.
00:43:16: Das heißt mir wurde der Lawrence dreimal angeliefert und beim letzten Mal bin ich halt dann mit ihm nach Hause gegangen und die Tagesmama ist auch nachhause gegangen.
00:43:26: also das heißt So habe ich mich organisiert.
00:43:30: Sie hat dann auch einfach auf die Kinder meiner Mitarbeiterinnen, ich hatte am Schluss nur noch weibliche Mitarbeiterinnen... war Zufall!
00:43:39: Hat sich halt zu ergeben.
00:43:41: Wir waren auch offen für männliche Mitarbeiter aber es war halt dann einfach am Schluss, waren's einfach nur Weibliche und ja und dann kannten sich auch die Kinder untereinander und diese Betreuungsgeschichte war gegeben oder das war einfach möglich?
00:43:56: Ja, so.
00:43:56: Und was war schwierig?
00:43:58: Also halt diese Konstellation... Ich hab nach der neunten Woche das Arbeiten wieder angefangen und es würde ich heute nicht mehr machen.
00:44:05: War damals mit diesem Elterngeld-und Elternzeit usw.
00:44:09: gilt als Unternehmer gelten andere Regeln.
00:44:12: Es gab keine.
00:44:14: Da gab's sehr spannende Diskussionen mit dieser Elterningeldstelle.
00:44:20: Und habe gesagt hier, ich bin noch nicht die einzige Unternehmerin, die es hier gibt.
00:44:23: Habe ich gesagt sie haben Floristinnen, sie haben Friseurmeisterinnen und so weiter.
00:44:27: Die sind alle selbstständig.
00:44:28: Ja aber die sind keine GmbH-Geschäftsführer.
00:44:30: Da sag ich ja hallo!
00:44:31: Ich bin halt Einzelunternehmer.
00:44:33: Aber es ist doch... Also ich hab's nicht verstanden.
00:44:36: In jedem Fall gab's dreihundert Euro?
00:44:38: Gut.
00:44:39: Kannste vergessen?
00:44:40: Gut dann.
00:44:41: Ich habe wieder nach der neunten Woche eben deswegen mit Kind losgezogen.
00:44:46: War hart, hat mich ausgenockt.
00:44:50: Jetzt rückblickend wo ich dann einfach selber durch meine Coaches dran gearbeitet habe.
00:44:56: Okay, warum hat es mir die Kraft gezogen?
00:44:58: Na klar!
00:44:59: Weil du warst gefühlt nicht... hast nicht jede Rolle gut bedienen können.
00:45:04: Weil Du warst Frischmama.
00:45:06: Du warest aber halt auch Unternehmerin und ich hatte zu dem damaligen Zeitpunkt mein Unternehmen noch nicht so ausgetüftelt dass ich sagen hätte können ja Woll jetzt
00:45:16: Es läuft ohne dich und alle Prozesse stehen.
00:45:18: Ja Genau, das war es halt noch nicht.
00:45:20: Ich war noch nicht fertig mit meinem eigenen Unternehmensumbau.
00:45:23: Ja, verstehe was würdest du denn sagen im Hinblick auf die Zukunft?
00:45:27: Was müsste sich ändern, dass das für Frauen vielleicht auch einfacher gemacht wird?
00:45:30: Weil auch in meiner Bubble klar wir haben jetzt viele Mittelstände zu tun und es sind schon sehr viel Männer.
00:45:36: Auch dann die übernehmen sind ganz oft eher die Söhne.
00:45:41: oder ja was denkst Du müsstest dich da vielleicht doch politisch ändern, Es
00:45:46: ist gut, dass du es ansprichst auch das politische.
00:45:49: Ich war zwanzigzwanzig, durfte ich einen Abgeordneten eine Woche am Deutschen Bundestag begleiten und da habe ich einfach mal meine Meinung gesagt.
00:46:00: Das waren Tropfen auf dem Heißenstein!
00:46:03: Aber als Anklang gefunden wurde die zugestimmt?
00:46:05: Ja total aber du hast dann wieder die verschiedenen politischen Lager Und es war einfach für mich in dem Moment desillusionieren, wo ich sage okay Freunde das geht so nicht.
00:46:16: Es muss viel einfacher werden für die Frauen und es muss mit einer Leichtigkeit passieren.
00:46:24: Ich weiß nicht ob wir noch eine Generation brauchen damit es halt normal läuft.
00:46:32: Wie siehst du denn so die Debatten um Frauenquote und so weiter, auch in Führungsebenen?
00:46:35: Ist das hilfreich oder ist es eigentlich eher ein Schritt zurück?
00:46:38: Bin ich die falsche, die du fragst.
00:46:40: Weil mit diesen Quotenthematik bin ich nicht.
00:46:45: für mich entscheidet der Mensch hat er Bock zu tun, hat er die Kompetenz zu tun dann volle Fahrt voraus.
00:46:53: aber jetzt da einfach eine Frau reinzusetzen weil da eine Frau sein muss sehe ich nicht als zielführend
00:47:00: Könnte sogar genau vielleicht kontraproduktiv sein, eben.
00:47:04: Ja weißt du es ist doch nicht Sinn und Zweck da wie so ein Showcase zu machen und zu sagen okay jetzt setzen wir hier die Frau hin und machen dann eine gute Titelstory draus.
00:47:13: das ist für mich nicht...
00:47:15: Kann noch abwertend sein oder?
00:47:16: Ist für mich auch nicht die Lösung ja.
00:47:18: Dann unter Anbetracht der Zeit vielleicht zum Abschluss noch ne Frage Wie siehst Du denn jetzt unabhängig von dem weiblichen Unternehmerthema Aber generell Unternehmertum in Deutschland.
00:47:28: Was denkst du, was vielleicht besser sein könnte?
00:47:30: Was läuft schon ganz gut?
00:47:31: Teile uns gerne mal deine Gedanken zu diesem Topic.
00:47:35: Zum Thema Unternehmertum ist absolut... Also wir brauchen Unternehnertum!
00:47:43: Das ist also das erste Statement.
00:47:45: Es ist einer der wichtigsten Motoren.
00:47:48: Egal in welchem Land wir sind, brauchen wir einfach diesen Mut der Menschen voranzugehen mit einer Idee und eine Haltung.
00:47:57: Das ist das, was es einfach braucht um diesen gestalterischen... Also die gestalterische Möglichkeit, die du als Unternehmer hast, einfach sag ich mal in die Welt zu tragen.
00:48:07: Das ist für mich unabdingbar!
00:48:10: Was muss anders werden?
00:48:11: Gut Brauma weißt du auch oder wirst du tagtäglich erleben?
00:48:15: Pyrokratieblözzin?
00:48:17: Das ist einfach alles, was erschwert.
00:48:19: Es darf viel leichter sein, dass Unternehmers sein, Unternehmergründungen einfach diese Dinge dürfen in Leichtigkeit geschehen.
00:48:29: Und jetzt vielleicht möchte ich die letzte Frage auch gar nicht einfacher für dich zu beantworten, aber ich bin gespannt.
00:48:34: Würdest du sagen dass eher trotz deiner Geschichte gerade was du jungen Jahre ja auch immer erlebt hast und dann eben mit Anfang zwanzig der Höhepunkt erdessen das es auch andere Zeiten gibt als Unternehmer die du dann miterlebt hast innerhalb deiner Familie würdest du eben sagen also trotz dessen oder gerade wegen diesem Erlebnis hattest du dann selber so viel Lust auch unternehmerisch tätig zu sein?
00:48:54: Ich glaube die Lust kam recht spät.
00:48:57: Erst war es, sag ich mal mehr geprägt vom Pflichtbewusstsein.
00:49:01: Das heißt auch ich hab diese Möglichkeit des Gestaltungsraum erst zu einem späteren Zeitpunkt verstanden weil ich vorher erst selber getaktet war, leistungsorientiert, pflichtbewusst habe mich selber verhalten wie dein Top-Mitarbeiter obwohl ich der Unternehmer war.
00:49:20: also das heißt bis da bei mir die Schale geknackt war hey nutz doch!
00:49:26: deinen Gestaltungsraum den du hast, hat es ein bisschen gedauert.
00:49:31: Aber das ist es darum geht's dass du verstehst was du in welcher Rolle du da bist und welche Haltung du auch ausstrahlen kannst und wo du da eben Menschen begleiten kannst.
00:49:42: Ja nun kannst du heute viel mitgeben und weiter geben weil du eben ja viele Facetten so gut wie alle Phasen auch eines unternehmerischen Daseins selber mitteilen durftest ob jetzt am eigenen Leib oder eben Begleitet in der Familie, wirklich spannend.
00:49:56: Hat viel Spaß gemacht!
00:49:57: Danke die Katharina.
00:49:57: schön mit dir gesprochen zu haben.
00:50:00: Danke Berti für die Einladung und danke dass ich das teilen konnte.
00:50:04: Danke dir So, das war die Folge mit Katharina Schumacher.
00:50:09: und jetzt noch was ganz Besonderes für alle Unternehmer oder auch Geschäftsführer und generell Persönlichkeiten in Führungsverantwortung.
00:50:15: Katharine hat gemeinsam mit Dr.
00:50:16: Daniela Jekkel-Wurzer den Führungskraftraum ins Leben gerufen.
00:50:19: dort kommen Führungen Kräfte zusammen, die im Alltag oftmals auch schwierige Entscheidungen treffen müssen Verantwortung tragen und sich ganz bewusst auch mal Zeit nehmen wollen die eigene Führingsreflektieren neue Perspektiven zu entwickeln und sich auch mit anderen Gleichgesinnten auf Augenhöhe auszutauschen.
00:50:33: Die nächste Mastermind startet am fünften Oktober, und wer herausfinden will ob der Führungskraftraum etwas für ihn oder sie ist?
00:50:41: Der kann am dranzigsten September in Nürnberg einen kostenfreien Experience-Evening mitmachen.
00:50:46: Dort würdet ihr die Protagonister nennen, Katharina und Daniela persönlich kennenlernen bekommt man Eindruck davon was denn in so einem Programm beinhaltet wäre.
00:50:54: Und alles zum Führungskraftraum und auch dem Experience Evening findet ihr in den Shownauts, genauso wie Katharina's LinkedIn-Profil.
00:51:01: Auch die Website von Arina.
00:51:03: Dann bleibt mir nur zu sagen danke dass ihr mit dabei wart.
00:51:05: bis zum nächsten mal euer Berti.
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